Österreichischer Berufsverband
für Kinesiologie

Alle Jahre wieder

Nicole Bernhauser, Vorstand des Österreichischen Berufsverbandes für Kinesiologie, reagiert auf Artikel in Regionalmedien:

Nicole Bernhauser

by Nicole Bernhauser

Kinesiologin, Obfrau des ÖBK

Kinesiologische Methoden konnten weltweit schon unzählige Menschen unterstützen. Leider erfolgt die Erwähnung von Kinesiologie in der Presse immer wieder zu völlig falscher Darstellung dieses Methoden-Komplexes.

Auch heuer lieferte nebenstehender Artikel wieder eine negative und völlig unreflektierte Berichterstattung.

Wir haben darauf reagiert.

Sehr geehrte Frau Jelenko-Benedikt!

Alle Jahre wieder wird in den Medien über persönliche Meinungen Einzelner zum Thema Kinesiologie berichtet. Dabei handelt es sich nicht um Erfolgsgeschichten oder Erfahrungsberichte. Nein, es sind Diskriminierungen und Meinungen, die auf der Unwissenheit und Angst Einzelner beruhen müssen.

Liegt es an der 5. Jahreszeit, dem Fasching, dass gerade wieder Berichte dieser Art in regionalen Medien erscheinen. Also wir vom Österreichischen Berufsverband für Kinesiologie finden das nicht lustig oder gar witzig.

Spricht man in solch einem Fall von „dauernd jemanden schlecht machen“ von Mobbing?

Der Österreichische Berufsverband für Kinesiologie ist eine Vereinigung von Kinesiologen und Kinesiologinnen. Unser Ziel ist es, die Qualität kinesiologischer Arbeit hochzuhalten. Wer hier vollwertiges Mitglied sein möchte, muss entweder eine vom ÖBK anerkannte KinesiologieAusbildung abgeschlossen haben und ein absolviertes Gegenfach dazu nachweisen können. Oder er/sie hat mindestens 500 Ausbildungsstunden in kinesiologischen Methoden geleistet. Daran erkennt man hoffentlich, dass ein Wochenendkurs „Kinesiologie für XY“ nicht ausreicht, um qualifizierte kinesiologische Arbeit anbieten zu können.

Unsere Vollmitglieder, bei uns Level3-Mitglieder genannt, sind Unternehmer, zahlen Steuern und sind Mitglied bei der Sparte „Persönliche Dienstleister“ der WKO, Wirtschaftskammer Österreich. Einige sind im Hauptberuf Pädagogen, Wissenschaftler, Psychotherapeuten und Mediziner. Also seriöse Anbieter einer Dienstleistung, die das Ziel hat, Stress abzubauen, übertriebene Ängste zu verringern und das körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden des Menschen beizubehalten oder wieder zu erlangen.

Ein Vergleich mit medizinischen, psychotherapeutischen und lebensberatenden Angeboten ist nicht möglich. Wir Kinesiologen arbeiten, wie oben geschrieben, an der Gesunderhaltung des Menschen und an der Steigerung des Wohlbefindens. Unsere Mitglieder haben sich auch verpflichtet, die Ethischen Richtlinien einzuhalten und das Wohl des Klienten in den Mittelpunkt zu stellen.

Eines ist jedoch ganz sicher. Unsere kinesiologische Arbeit kann medizinische und therapeutische Behandlungen nicht ersetzen, aber wertvoll unterstützen. Auch hier haben wir in den letzten Jahren schon Anerkennung erfahren, indem Ärzte ihre Patienten auf die Möglichkeiten in der Kinesiologie hinweisen.

Ein Punkt, der unsere kinesiologische Arbeit für Menschen, die alles genau wissen müssen, schwer erfassbar macht, ist, dass eine Balance oder Sitzung nicht wiederholbar ist. Für klinische Studien und Beweisbarkeit muss eine Situation mannigfach wiederholbar sein. Das geht in der kinesiologischen Arbeit nicht, die den individuellen Ansatz in sich birgt. Es gibt keine 2 Fälle, die ident sind. Ist ein Thema beim Klienten geklärt, kann der Kinesiologe diese Arbeit nicht wiederholen. Daraus könnten Zweifler schließen, Kinesiologie ist nicht beweisbar. Aber dabei vergessen sie, dass es wirkt. Es wirkt bei Schülern und Erwachsenen beim Lernen, es wirkt bei Sportlern zur besseren Leistung, es wirkt bei Menschen, die nach schwerer Krankheit lange Zeit brauchen, um wieder zum ursprünglichen Wohlbefinden zurückzufinden. In diesen Bereichen wird Kinesiologie auch erfolgreich angewendet.

Wir laden gerne ein, unsere Arbeit kennenzulernen. Unsere Mitglieder halten Vorträge, bieten Schnupperstunden an, sind auf regionalen Gesundheitsmessen vertreten. All das ist auf unserer Website www.öbk.at zu lesen und zu finden.

Da steht auch zu lesen über die Erfolge, die qualifizierte Level-3-Kinesiologinnen in den letzten zwei Jahren zum Thema Corona und LongCovid geleistet haben. Für die Klienten übrigens kostenlos.

Wir vom Österreichischen Berufsverband für Kinesiologie freuen uns, wenn die Medien über unsere Arbeit berichten. Wenn sie sich vor Ort informieren, es am eigenen Leib ausprobieren und sich selbst ein Bild über unsere Arbeit machen. Das nennt man, denke ich, recherchieren. Und dabei darf auch herauskommen, dass die Kinesiologie nicht für jeden passt. Es gibt so viele alternative Methoden, die Kinesiologie ist nur eine davon. Es haben ja auch nicht alle Freude mit dem Schifahren. Manche gehen lieber zu Fuß durch den Schnee. Und andere schwimmen lieber. Das ist auch gut so.

Was bleibt, ist, allen Mut zu wünschen. Mut, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Mut, vor der eigenen Tür zu kehren und die eigene schlechte Meinung über andere für sich zu behalten. Das kann nicht jede/r. Aber wir helfen gerne dabei, wenn sich jemand weiterentwickeln möchte.

Und wir sind auch gerne zu einem persönlichen Gespräch bereit. Damit Hexenjagd (das alte Wort für Mobbing?) und Verbreitung von Halbwahrheiten keine Chance hat.

P.S.: Wer Kinesiologie auf den kinesiologischen Muskeltest reduziert, hat keine Ahnung von Kinesiologie.

Für den ÖBK, Österreichischer Berufsverband für Kinesiologie
Nicole Bernhauser
Vorsitzende

Tel. 0664 187 35 87

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