Österreichischer Berufsverband
für Kinesiologie

Impuls-Magazin Nr. 48 – 2. Halbjahr 2022

Aktuelle Ausgabe des IMPULS - Kinesiologie Magazins

IMPULS 48 – Diesmal zum Thema „Resonanz„.

Von der Räson zur Resonanz

Meine Berufswahl? Kinesiologe! Aus welcher Motivation heraus ich das geworden bin?
Aus reinen Vernunftgründen – aus Räson – sicherlich nicht! Wobei sich sicher einige in meinem privaten Umfeld, die es gut mit mir meinten und ein wenig die beruflichen Chancen in der Kinesiologieszene kannten, mir abgeraten hätten, da ich mit dieser Arbeit nicht reich werden könne.

Doch dieser vielleicht zukünftig fehlende wirtschaftliche Reichtum stellte wie auch für viele unserer KollegInnen in keiner Weise einen Hindernisgrund dar, in diesen Beruf mit Haut und Haar einzusteigen. Es war offensichtlich was anderes wichtiger, als der Umsatz in Euro: „Resonanz“ – das Mitschwingen, mitvibrieren mit allen Gegebenheiten des Lebens, im Einklang sein mit der Umwelt, mit dem persönlichen Umfeld und mit sich selbst. Eine Arbeit zu haben, wo ich einerseits meine KlientInnen in ihren Herzenswünschen begleiten kann, andererseits aber auch Werkzeuge in die Hand bekomme, die mich selber in meiner persönlichen Entwicklung unterstützen können. Eingebettet und angebunden sein an eine größere Idee, gemeinsam mit Menschen etwas zu erreichen, zu entwickeln, was uns in unserem Leben weiterbringt.
 

In unserer unmittelbaren Vergangenheit, in der nun schon mehr als zwei Jahre dauernden Corona-Krise haben wir vielleicht zum ersten Mal erlebt, was es heißt, nicht oder kaum mit unseren Mitmenschen in Resonanz, im „Miteinanderschwingen“
sein zu können, vor allem in den Zeiten der räumlichen Distanz während der Lockdowns.
Dabei ist die Resonanz aus psychologischer Sicht eines unserer Grundbedürfnisse. Wir gehen ständig mit Menschen, Tieren, der Natur usw. in Beziehung. Ohne geht`s nicht!
Resonieren ist ein vorrangiges Merkmal in unserer Arbeit als KinesiologInnen. Neben den Befunderhebungen und Analysen im Erstgespräch ist vor allem das Mitschwingen in Gefühlen, in der Empathie für die Bedürfnisse unserer KlientInnen

vorrangig. Beziehungsaufbau mit unseren KlientInnen ist das höchste Gebot. Da wird der Vernunft und Sachlichkeit nicht so viel Platz eingeräumt. Aus der Räson, der Vernunft heraus zu agieren ist zweitrangig. Gutes Setting: ja! Aber eben ganz beim Klienten, bei der Klientin zu sein ist die Kunst, die wir von der ersten Stunde unserer Ausbildungen an schulen und verfeinern.
 

Themen, die uns bewegen!

Es ist nicht verwunderlich, dass sich erneut eine Vielzahl von der Kinesiologie nahestehenden AutorInnen des Leitthemas unserer neuesten Ausgabe des Impuls Kinesiologie mit dem Begriff Resonanz und den damit verbundenen Themen auseinandersetzt: Von der klassischen Schwingung in der Musik/Kinesiologie, über verschiedenste Themen des Begriffs Resonanz und ihre Bedeutung und Auswirkung auf uns Menschen geht die Reise in unserem neuen Werk. Alte Belastungen, Resonanz als großes Feld unserer Arbeit und als Echo von Körper, Geist und Seele bis hin zum Einklang, auch die Thematik Kinder fehlen diesmal nicht. Eine ganze Reihe von kinesiologischen Übungen finden Platz in dieser Ausgabe. Und auch Kräutertipps und Rezepte für kulinarische Köstlichkeiten lassen sich finden.
 
Man bemerkt, dass KinesiolgInnen sich viele Gedanken über diese gesamte, sie bewegende Thematik machen. Aber auch für unseren Berufsverband typische Thematiken möchte ich an dieser Stelle erwähnen: Eine ganze Reihe von Projekten im ÖBK haben wir umgesetzt bzw. sind in der Umsetzung, wie beispielsweise die Bundesländer spezifische Vernetzung der KinesiolgInnen mit regelmäßigen Treffen zur Weiterentwicklung auf lokaler Ebene und unser Long-Covid Projekt, das wir noch dazu jetzt verlängert haben. Informationen zu diesen Projekten lassen sich in dieser Ausgabe des Impuls Kinesiologie erlesen.
 

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken all dieser interessanten Zeilen!

 

Mag. Christian Dillinger

(Vorstand des ÖBK)